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Humor und Lachen als umfassendes Stress- und Gesundheitsmanagement
Gesundheit im heutigen Sinne wird laut Weltgesundheitsorganisation umfassend als Zustand des vollständigen, körperlichen, geistigen
und sozialen Wohlbefindens definiert und als ein wesentlicher Bestandteil des alltäglichen Lebens und der menschlichen Entwicklung verstanden.
Lachen ist die beste Medizin
Was der Volksmund immer schon wusste, wird von Forschern in zahlreichen Studien bestätigt: Das Lachen ist ein richtiger Gesundbrunnen,
denn es setzt Selbstheilungskräfte frei, die wir im normalen Alltagsleben viel zu wenig nutzen. Menschen, die lachend durchs Leben gehen,
sind gesünder und leben länger. Wer richtig ausgelassen lacht, unterzieht sich einem Fitnessprogramm.
Die Schultern zucken, der Brustkorb bebt, das Zwerchfell hüpft. Sauerstoff wird über die Atmung in die Adern gepumpt. Das Herz schlägt schneller,
der Blutdruck steigt, bis er dann ganz langsam wieder abfällt. Durchblutung und Puls werden angeregt, Stresshormone abgebaut.
Damit aber nicht genug: Das Schütteln und Rütteln fördert die Ausschüttung schmerzlindernder und
euphorisierender Endorphine körpereigener Glückshormone. Sie sind der Grund, weshalb wir uns nach einem ausgiebigen Lachen rundum wohl fühlen.
Das Phänomen Lachen bewirkt im menschlichen Körper wahre Wunder
Da erblasst so mancher Pharmaforscher. So wurde u.a. wissenschaftlich nachgewiesen, dass Lachen
die Ausschüttung von Stresshormonen
reduziert;
die körperliche Regeneration bei Stress
fördert;
die Muskulatur entspannt;
die Ausschüttung von Glückshormonen
fördert;
den Blutdruck senkt;
das Immunsystem stärkt; und
die Selbstheilungskräfte aktiviert.
Lachen stoppt Stress
Mit knapp 27 Milliarden Euro im Jahr stehen die Ausgaben für die Behandlung stressbedingter psychischer Erkrankungen an dritter Stelle
der Kostentabelle. Regelmäßiges Lachen senkt einer kalifornischen Studie zufolge die Stressbelastung. Der Spiegel des Stresshormons Epinephrin, ein Adrenalin,
sinkt nach herzhaftem Lachen deutlich, wie die Messwerte im Blut von verschiedenen Testpersonen ergeben haben. Das führt zu Stressentlastung.
Das Immunsystem aktiviert indes vermehrt Lymphozyten, die Akteure im Kampf gegen Krebszellen, Bakterien und Viren sind.
Wer viel lacht, lebt länger
Wer viel lacht, lebt länger. Diesen Schluss legt zumindest eine aktuelle Studie nahe. Forscher der Norwegischen Universität der Wissenschaft
und Technologie in Trondheim werteten die Daten von rund 53 000 Teilnehmern aus. Personen, die über einen "gesunden" Humor verfügen,
haben eine deutlich höhere Lebenserwartung als Humorlose oder Menschen, die sich auf Kosten anderer amüsieren.
Lachen hilft gegen die Volkskrankheit Depression
Wer sich ständig im Alltag sorgt oder ängstigt, wer bedrückt oder verzweifelt ist, lebt gefährlich! Forscher haben in einer Studie
an 20 000 Briten gezeigt, dass Menschen mit depressiver Neigung fast dreimal so oft an Herzinfarkt sterben wie gleichaltrige Nicht-Depressive.
In den letzten 10 Jahren ist die Zahl der psychisch erkrankten Arbeitnehmer
um über 80% gestiegen. Depression wird spätestens im Jahr 2030 Herz-Kreislauf-Erkrankungen als »Volkskrankheit Nr. 1« ablösen.
Jeder vierte Euro, den der Deutsche für Medikamente einsetzt, wird für Psychopharmaka und Stimmungsaufheller ausgegeben.
Beim Lachen sind jedoch die Nervenbahnen auf denen Zufriedenheit und Freude weitergeleitet werden, oft in Gebrauch, rasen Moleküle und Glückshormone
häufig ihrem Bestimmungsort entgegen, verbreitern sich die positiven Nervenbahnen und die Zentren für Lustgewinn und Überschwang im Gehirn werden größer.
Lachen befreit
Wir haben es immer geahnt: Unsere Gesundheit hängt von unseren Gefühlen ab. Nachdem die Psychoneuroimmunologie detailliert zeigen konnte,
wie eng Denken, Emotionen und körperliche Abläufe miteinander verknüpft sind, beschäftigte sich ein neuer Wissenschaftszweig,
die Gelotologie (gelos = Lachen [griech.]) mit den körperlichen Auswirkungen des Lachens.
Ihre neuesten Befunde kommen einer Revolution der Heilkunde gleich. Mit Psycho-Gequatsche hat das nichts zu tun - im Gegenteil.
Lachen als Fitnesstraining
Gelächter bewirkt im Körper Reaktionen, die ähnlich positiv wirken wie moderates Ausdauertraining. Das ist das Ergebnis einer US-Studie
von Lee S. Berk von der Loma Linda University in Kalifornien und seinem Team. Aus: unikosmos.de, 28.04.2010. Das Lachen sei ein wahres «Jogging an Ort», sagt der Pariser
Neurologe Henri Rubinstein. Seine Wirkungen sind mit denen eines gut geleiteten und maßvollen Muskeltrainings vergleichbar.
Wenn es einem beim Lachen richtig schüttelt, werden im Gesicht 17 und im gesamten Körper über 80 Muskeln aktiv. Die Atmung wird schneller
und pumpt Luft mit Tempo 100 aus der Lunge. Die rhythmischen Zuckungen von Brustkorb bis Zwerchfell massieren den Darm und pumpen viermal
mehr Sauerstoff durch den Körper als bei ernster Mine. Für den Körper ein kleines Sportprogramm. Danach wird der Puls sehr viel langsamer.
Der Blutdruck sinkt und die Muskeln entspannen sich nachhaltig. Sie haben sich im wahrsten Sinne des Wortes wohltuend schlapp gelacht!
Lachen wirkt schmerzlindernd
Eine Zürcher Forschungsgruppe unter Leitung des Humorforschers Willibald Ruch hat herausgefunden,
dass herzhaftes Lachen die Empfindlichkeit für Schmerzen um bis zu 30 Prozent senken kann. Sie schickten 77 Testpersonen in Eiswasser.
Wer die Situation mit Humor nahm und dabei schallend lachte, konnte länger aushalten. Das gilt allerdings nur für das echte Lachen,
an dem auch die Augen beteiligt sind.
Richtig atmen
Der Atem ist Ausdruck unserer Lebendigkeit.
Atemtherapeuten empfehlen deshalb, dass Atmen spielerisch zu üben durch Lachen zu üben. Denn Lachen ist eine wirkungsvolle Übung
für unseren größtem Atemmuskel: dem Zwerchfell. Das Lachen ist für den Organismus eine regelrechte Sauerstoffdusche. Der Gasaustausch der Lunge
ist während des Lachens drei- bis viermal so hoch wie im Normalzustand. Die gute Sauerstoffversorgung der Lunge beim Lachen
fördert die Blutreinigung des Organismus. Fun works!
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